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Donnerstag, 29. August 2013

Die Sklavin - 2: Die Zigarette

Wir gingen hinaus ins Raucherareal, ein kleiner abgegrenzter Bereich im Hof, in dem großes Gedränge herrschte. Wir fanden einen Platz an der Gebäudemauer, wo wir, wie ich hoffte, vor fremden Ohren etwas geschützter waren. Ich bot ihr eine Zigarette an.

Sie zitterte. Es war einer jener, in diesen Höhen seltenen lauen Sommernächte. Auf 800 Metern Meereshöhe war es normalerweise angebracht selbst mitten im August, wo unten in der Stadt die Menschen ob der Schwüle stöhnten, einen leichten Pullover oder Jacke mitzunehmen, wenn man sich hier oben im Freien aufhielt. An jenem Abend konnte man aber getrost darauf verzichten. Es war angenehm warm. Der Nutzen meiner Baumwolljacke, die ich dennoch um die Hüften gebunden trug, sollte sich erst später erweisen.

Es konnte also nicht an der Kälte liegen, dass ihre Hand vibrierte, als sie die Zigarette ins von mir angebotene Feuer hielt. Sie ist aufgeregt, dachte ich mir, aus irgendeinem Grund nervös. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen, war sie mir bis dahin doch als selbstbewusst freche Frau erschienen, die nichts so leicht aus der Bahn werfen konnte.

Sie war auch keine Raucherin, das sah man gleich. Sie paffte mehr, als dass sie zog. „Wieso weißt du überhaupt, dass ich rauche?“, fragte ich sie. Schließlich war es ja sie gewesen, die mich aufs gemeinsame Zigarette-Rauchen gebracht hatte. „Ich hab dich schon vorhin gesehen. Du bist bereits mindestens dreimal Rauchen gegangen, seit du da bist.“ Ich lachte. „Also bist du es, die mich verfolgt?“ „Ich weiß nicht. Aber du bist mir schon den ganzen Abend aufgefallen.“

Und wieder war da dieses Lächeln, das mich schon seit ich sie das erste Mal gesehen hatte immer wieder in ihren Bann zog. Aber es hatte sich leicht verändert. Das freche Kokette und Fordernde von vorhin fehlte. Die offene Aufforderung zum Flirt in ihren Augen, mit der sie mich fast unverschämt selbst in Anwesenheit ihres Mannes angesehen hatte, war dahin.

An dessen Stelle war etwas neues, weitaus betörenderes getreten. Undefinierbar für mich, aber von unmittelbarer Wirkung auf meinen Körper, der das inzwischen wieder zum Großteil ins Gehirn zurückgekehrte Blut, wieder in rasendem Tempo Richtung Becken zu pumpen begann und mich erneut zwang, meinen in das Hosenbein gerutschten Lümmel möglichst unauffällig durch einen Griff in die Hosentasche wieder nach oben zu drehen und damit seine zunehmende Standhaftigkeit zumindest ein wenig zu verschleiern.

Unnütz zu erwähnen, dass ihr diese Aktion nicht verborgen blieb. Ich stand da, an die Hausmauer gelehnt, und sie nur einen halben Meter vor mir. Breitbeinig, den Blick gesenkt. Sie hob nur kurz ihren Kopf, blickte mir in die Augen, lächelte bestätigend, und senkte ihn erneut. Wenn ich bis dahin noch gezweifelt hatte, so war es mir jetzt glasklar: Sie wollte mich! Sie wollte IHN!

Und ich wollte sie! Ich wusste noch nicht, wie wir das bewerkstelligen sollten, schließlich war ja ihr Mann nicht weit und ich konnte mir nicht vorstellen, dass er nicht früher oder später hier auftauchen würde, um nach ihr zu sehen. Ihr Interesse an mir konnte ihm während der kurzen Begegnung am Eingang zum Saal unmöglich verborgen geblieben sein. Je länger wir also hier waren, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er sie unter irgendeinem Vorwand von hier weg holen würde. Ich konnte deshalb auch schlecht mit ihr einfach irgendwohin verschwinden. Das Aber ich war mir nun sicher, irgendwie würde ich in dieser Nacht noch IN ihr landen!

Wäre ich nur nicht so exponiert da gestanden, ich hätte meine Hand aus der Hosentasche nehmen und ihr den genüsslichen Anblick meiner Schwellung erleichtern können. Jedwedes Gefühl von Peinlichkeit ihr gegenüber war nun dem Drang gewichen, ihr meine Erregung zu präsentieren, zur Schau zu stellen. Eine bewusste Aufforderung an sie, IHN in die Hand, in den Mund zu nehmen. Mein Kopfkino begann zu rasen. Und durch die fehlende Unterhose waren auf meiner hellen Hose die ersten, von meiner Sehnsuchtsflüssigkeit verursachten nassen Flecken zu erkennen.

Die Positionen tauschen war die einzige Möglichkeit, mein steifes erotisches Aushängeschild und die verräterischen feuchten Markierungen aus dem Blickfeld der uns umgebenden Menschenmenge zu nehmen. „Wollen wir tauschen?“, fragte ich sie mit konspirativer Mine. Dabei drehte ich mich auf die Seite, um Platz zu machen, zeigte mit einer Hand auf sie Stelle, die sie einnehmen sollte, mit der anderen führte ich sie, ihren Oberarm berührend, mit sanftem Druck dorthin.

Ein leichtes Beben, eine kurze zitternde Welle, ausgelöst durch meine Berührung, durchzog spürbar ihren Körper. Einige schnelle heftige Atemzüge verrieten endgültig ihre Erregung. Widerstandslos ließ sie sich von mir an die Stelle an der Wand führen, an der ich vorhin stand. Ihr Haupt blieb die ganze Zeit gesenkt.

Nicht ohne vorher meinen Schwanz in eine besser sichtbare Position zu bringen, zog ich die Hand aus der Tasche und gab die Sicht auf Beule und Flecken frei.

Ihre Hände flach an den Putz krallend, lehnte sie sich nun aufrecht und gerade an Wand, ohne den Blick von der Stelle zu nehmen, an der mein Schwanz gerade seinen Kampf gegen die beengende Umklammerung des Baumwollstoffes mit flüssigen Kampfstoffen zu gewinnen versuchte.

Ihre Atemzüge schienen kürzer und rhythmischer zu werden. Und ihre Stimme zunehmend gebrochener, leiser und zurückhaltender. Wir waren ja die ganze Zeit nicht stumm geblieben. Unser Gespräch hatte mit dem üblichen Frage und Antwort Spiel begonnen. Wer bist du? Was machst du? Usw. Oberflächliches Geplänkel, das eher dazu diente, den uns umgebenden Leuten gegenüber einen harmlosen Anschein zu wahren und unsere wahren Gedanken zu verbergen.

Zumindest was mich betrifft, so war ich längst gedanklich unter ihr Kleid geschlüpft und hatte mich bereits in meiner Fantasie zwischen ihren Schenkeln vergraben. Ich kann mich kaum an das erinnern, was wir geredet haben.

Dennoch, einiges weiß ich noch. Sie hieß Andrea. „Aber der Name gefällt mir nicht“, hatte sie gesagt. „Stimmt, irgendwie passt der Name nicht zu dir“, antwortete ich spontan. Er passte wirklich nicht zu ihr. „Wer weiß, vielleicht gibst du mir ja irgendwann einen anderen Namen.“ Eine Antwort, die sich nur unbewusst in meine Erinnerung schlich, denn ich war damals weit davon entfernt, dem Gesagten in irgendeiner Form besondere Aufmerksamkeit zu widmen.


Die Bedeutung, sollte sich mir erst zu einem späteren Zeitpunkt erschließen.

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